Handball: Rhein-Neckar Löwen vor CL Aus

Oliver Roggisch

Doch weil beim deutschen Meister aus Mannheim das Liga-Topspiel inklusive Live-Übertragung im öffentlich-rechtlichen Fernsehen Priorität besitzt, wurde aus dem vermeintlichen Spaß schnell bitterer Ernst. Die Zahl der Anrufe und Nachrichten in den vergangenen Tagen und Wochen sei daraufhin "extrem gestiegen", berichtet Bechthold. Die erste Mannschaft habe in Deutschland "am Handy mitgejubelt", sagte Roggisch.

Trainer Michael Abt war dennoch nur teilweise zufrieden. Erwartet wird von der Mischung aus A-Jugendlichen und weiteren Nachwuchsspielern nichts.

Das Rückspiel findet am Ostersonntag (1. April) statt, Kielce kann jedoch schon jetzt für das Viertelfinale gegen Paris St. Germain planen.

Die zweite Mannschaft der Rhein-Neckar Löwen ist nicht nach Kielce gereist, um zu gewinnen. Der Image-Schaden für den gesamten Sport ist gewaltig. "Dass sie nicht mit zehn Toren verlieren, war uns auch klar", sagte Löwen-Sportchef Oliver Roggisch, der 900 Kilometer entfernt auf das Bundesliga-Spiel der Profi-Mannschaft gegen den THW Kiel wartete: "Die Jungs werden später ihren Kindern erzählen, dass sie mal vor ausverkauftem Haus in der Champions League gespielt haben".

Also konzentrieren sich die Löwen auf die Bundesliga, wo sie als Tabellenführer auf dem besten Weg zum dritten Titelgewinn in Serie sind. Zuvor begegnet am Donnerstag der SC Magdeburg in der GETEC Arena der SG Flensburg-Handewit. Die Norddeutschen treten am morgigen Samstag (18 Uhr) zum Champions-League-Achtelfinale bei den Schweden von IFK Kristianstad an. Heute um 18.10 Uhr stehen sich die Mannschaften in der Kieler Sparkassenarena gegenüber.

Grund für diese kuriose Konstellation war der eskalierte Termin-Streit zwischen der Handball-Bundesliga (HBL) und der Europäischen Handball-Förderation (EHF). "Das ist für ein Club-Spiel sehr, sehr viel", begründete HBL-Geschäftsführer Frank Bohmann die Terminierung und stößt nicht überall auf Verständnis.

"Für den Handball ist das eine Katastrophe", sagte der ehemalige Nationalspieler der Welt. Mehrere Kompromissversuche scheiterten in der Folge, das Ergebnis kennt eigentlich nur Verlierer. Und das, bevor beide Partien überhaupt angepfiffen sind.

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