Fall Skripal: Moskau bestreitet Erhalt eines Gnadengesuchs

Skripal-Affäre Mehrere EU-Länder erwägen Abzug ihrer Diplomaten aus Russland

Skripal war 2006 in Russland wegen Hochverrats zu 13 Jahren Gefängnis verurteilt worden und 2010 im Zuge eines Agentenaustausches nach Großbritannien gekommen.

London behauptet, Skripal und seine Tochter seien mit dem Stoff A234 vergiftet worden, und wirft Moskau vor, in das Attentat verwickelt zu sein, weil der Giftstoff nach Angaben von Experten sowjetischer Herkunft war.

Timoschkow hatte Skripal nach eigenen Angaben nach im Jahr 2012 über dessen Tochter Julia kontaktiert. Nachdem Großbritannien die Ausweisung von 23 russischen Diplomaten angeordnet hatte, reagierte Russland mit einem entsprechenden Schritt. Die britische Regierung hofft, dass weitere EU-Staaten diesem Beispiel folgen werden.

Bulgarien, das aktuell die EU-Ratspräsidentschaft innehat, teilte unterdessen mit, keine russischen Diplomaten des Landes zu verweisen.

Die Europäische Union hatte sich auf ihrem Gipfeltreffen am Donnerstag und Freitag geschlossen hinter Großbritannien gestellt.

Russland streitet jegliche Verantwortung für den Anschlag ab. Der aus Deutschland stammende Diplomat Markus Ederer wurde dort am Wochenende zu Gesprächen mit der EU-Außenbeauftragten Federica Mogherini erwartet.

Kremlsprecher Peskow kritisierte zuletzt das Vorgehen der EU-Staaten nach dem Giftanschlag scharf. "Zu unserem großen Leidwesen haben wir es mit unberechenbaren und aggressiven Gegenüber zu tun", zitierte ihn die Nachrichtenagentur Ria.

Trotzdem habe Skripal es bereut, ein Doppelagent gewesen zu sein, das habe sein Leben durcheinander gebracht.

Skripal und seine Tochter befinden sich seit dem Anschlag in einem kritischen, aber stabilen Zustand. Er hatte offenbar gehofft, so seine Familie in Russland wieder besuchen zu können.

Zugleich warnte er Deutschland vor Maßnahmen gegen Moskau: "Wir hoffen sehr, dass unsere deutschen Partner nicht nach fremden Regeln spielen werden, dabei noch mit geschlossenen Augen. Das liegt kaum in unser aller Interesse", sagte Sergej Netschajew der Deutschen Presse-Agentur. "Die deutsch-russischen Beziehungen haben eine strategische Bedeutung". Public Health England rief dazu auf, eventuell kontaminierte Kleidungsstücke und andere Gegenstände, die nicht gewaschen werden können, in Plastiktüten verpackt von der Behörde abholen zu lassen. Russland weist dies von sich und bestreitet auch die Herstellung von Nowitschok.

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