Vergifteter Ex-Agent bat Putin um Begnadigung

Sergej Netschajew bestreitet jede Verwicklung Russlands in den Anschlag auf Skripal. Quelle dpa

Skripal und seine Tochter Julia waren am 4. März in der südenglischen Stadt Salisbury vergiftet worden. "Die deutsch-russischen Beziehungen haben eine strategische Bedeutung".

Der Fall hat die Beziehungen zwischen Großbritannien und Russland schwer belastet. Wegen Hochverrats war Skripal 2006 in Russland zu 13 Jahren Gefängnis verurteilt worden.

Viele EU-Regierungen prüfen nach dem Giftanschlag Schritte gegen Russland.

Bulgarien, das aktuell die EU-Ratspräsidentschaft innehat, teilte unterdessen mit, keine russischen Diplomaten des Landes zu verweisen. Der aus Deutschland stammende Diplomat Markus Ederer wurde dort am Wochenende zu Gesprächen mit der EU-Außenbeauftragten Federica Mogherini erwartet. Sie will sich dabei mit dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron abstimmen.

Die englische Gesundheitsbehörde aktualisierte am Samstag ihre Hinweise für Besucher zweier Lokale in Salisbury, in denen sich Skripal und seine Tochter vor ihrem Zusammenbruch aufgehalten hatten. Beide befinden sich seitdem in einem kritischen aber stabilen Zustand. Public Health England rief dazu auf, eventuell kontaminierte Kleidungsstücke und andere Gegenstände, die nicht gewaschen werden können, in Plastiktüten verpackt von der Behörde abholen zu lassen. Russland weist dies von sich und bestreitet auch die Herstellung von Nowitschok. "Er schrieb Wladimir Putin an und bat um ein vollständiges Pardon und die Erlaubnis, Russland besuchen zu dürfen", berichtete Wladimir Timoschkow.

London behauptet, Skripal und seine Tochter seien mit dem Stoff A234 vergiftet worden, und wirft Moskau vor, in das Attentat verwickelt zu sein, weil der Giftstoff nach Angaben von Experten sowjetischer Herkunft war.

Kremlsprecher Dmitri Peskow hat am Samstag gegenüber dem TV-Sender "Mir" über "Unbehagen" gesprochen, das die Vergiftung von Ex-Doppelagent Sergej Skripal in Salisbury bei Russland auslöst. Skripal habe ihm davon 2012 während eines Telefonats erzählt, sagte Skripals ehemaliger Schulkamerad Wladimir Timoschkow in einem BBC-Interview, das Samstag veröffentlicht wurde. Dieser habe bestritten, ein Verräter zu sein.

Der ehemalige Agent Sergej Skripal hat einem Freund zufolge vor mehreren Jahren ein Gnadengesuch an Russlands Präsidenten Wladimir Putin gestellt.

Trotzdem habe Skripal es bereut, ein Doppelagent gewesen zu sein, das habe sein Leben durcheinander gebracht.

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