Bundesbank-Präsident rechnet mit Zinsanhebungen ab 2019

Jens Weidmann begrüßt Befreiung der EU von US-Strafzöllen Quelle dpa

Der Präsident der Deutschen Bundesbank, Jens Weidmann, fordert ein relativ rasches Ende der Anleihenkäufe durch die Europäischen Zentralbank (EZB), "ohne dass dies zu Verwerfungen an den Finanzmärkten führt". "Die Märkte sehen eine erste Zinsanhebung etwa zur Mitte des Jahres 2019, was wohl nicht ganz unrealistisch ist", sagte Weidmann am Montag laut Redetext bei einer Veranstaltung in Wien.

Einen Schritt Richtung Normalisierung machte die EZB bereits, indem sie im Januar das Kaufprogramm für Staats- und Unternehmensanleihen von 60 Milliarden auf 30 Milliarden Euro monatlich absenkte. Weil die Inflation aber nicht wie gewünscht in Schwung kommt, könnten die Käufe noch länger anhalten. Insgesamt werde die "geldpolitische Normalisierung" mehrere Jahre dauern.

Das Ziel eines krisenfesten Ordnungsrahmens für die Währungsunion werde sich nur mittel- bis langfristig erreichen lassen, wenngleich Weichen schon zügiger gestellt würden, so Weidmann, der als potenzieller Nachfolger des derzeitigen EZB-Präsidenten Mario Draghi im Gespräch ist. "Gerade deswegen ist es aber auch so wichtig, tatsächlich bald anzufangen". "Denn ewig fortdauern wird auch der aktuelle Aufschwung nicht".

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