Segel-Drama beim Ocean Race: Keine Hoffnung mehr für Briten Fisher

Segel-Drama beim Ocean Race: Keine Hoffnung mehr für Briten Fisher

Bei bis zu fünf Meter hohen Wellen und extrem starkem Wind wurde damit gerechnet, dass der Brite maximal zwanzig Minuten im Wasser würde überleben können - trotz Überlebensanzug.

Die Organisatoren der Hochseeregatta haben kaum noch Hoffnung, den vermissten Segler John Fisher (47, Foto oben vom 23.2.2018) lebend zu bergen.

"Wir müssen jetzt davon ausgehen, dass wir John auf See verloren haben", sagte Ocean-Race-Präsident Richard Brisius in einer Stellungnahme. Als Segler und Rennorganisator ein Crew-Mitglied zu verlieren, ist eine Tragödie, die man sich niemals vorstellen möchte.

Auf der siebenten Etappe des Volvo Ocean Race ist nahe der Grenze zum Südpolarmeer ein Mann über Bord gegangen. "Wir sind am Boden zerstört und unsere Gedanken sind bei Johns Familie, seinen Freunden und Teammitgliedern". Am 18. März war die Flotte in die schwierigen Gewässer des südlichen Ozeans aufgebrochen. Der Unfall geschah rund 1.400 Seemeilen entfernt von Kap Hoorn. Sofort begann die Suche nach Fisher, der einen Spezialanzug trug und aufgrund des seit Tagen stürmischen Wetters sensibilisiert war. Letztlich konnte Fishers Leben aber nicht gerettet werden.

Der Zustand von Fishers Crew bereitet den Organisatoren nun große Sorgen. An Bord sind sieben Männer und eine Frau. "Unser einziger Fokus ist es nun, unsere gesamte Unterstützung und Hilfe dem Team zur Verfügung zu stellen", sagte Brisius. Auf der vierten Etappe kam ein Crewmitglied eines chinesischen Fischereischiffs bei einer Kollision mit dem amerikanisch-dänischen Team "Vestas 11th Hour Racing" ums Leben. Zuletzt wurde der Niederländer Hans Horrevoets (32) im Jahr 2006 bei der Regatta im Nordatlantik von einer Welle erfasst.

Das 13. Volvo Ocean Race wurde am 22. Oktober im spanischen Alicante gestartet. Nach insgesamt 45.000 Seemeilen und rund acht Monaten sollen die Teilnehmer den Zielhafen Den Haag erreichen.

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