Fall Skripal eskaliert weiter: Russland weist Diplomaten aus

Russland werde genauso viele Diplomaten des Landes verweisen wie das umgekehrt geschehen sei, sagte Russlands Außenminister Sergej Lawrow Donnerstagabend.

Lawrow sagte weiter, er habe den US-Botschafter über "Vergeltungsmaßnahmen" informiert. Moskau weist die Anschuldigungen zurück. Insgesamt wurden 139 russische Diplomaten aus 24 Staaten ausgewiesen.

Das russische Außenministerium hatte noch am Donnerstagnachmittag angekündigt, in Kürze auf die Ausweisungen zu reagieren - verbunden mit der Drohung: Länder, die dem "kolossalen Druck" der USA nachgegeben hätten, hätten "einen schweren Fehler" begangen. Auch Diplomaten aus anderen Ländern werden ausgewiesen.

Zudem werde Russland auch Diplomaten anderer Länder ausweisen, die ihrerseits russische Vertreter zu unerwünschten Personen erklärt hatten, wie Außenminister Sergej Lawrow der Agentur Interfax zufolge am Donnerstagabend in Moskau bekanntgab. Beide waren am 4. März bewusstlos auf einer Parkbank in der Innenstadt entdeckt worden. Großbritannien macht Russland für die Attacke verantwortlich, weil angeblich der zu Sowjetzeiten entwickelte chemische Kampfstoff Nowitschok eingesetzt wurde.

Zuvor hatte auch Deutschland vier russische Diplomaten ausgewiesen. Russland hatte mit Vergeltung gedroht, aber zunächst keine konkreten Maßnahmen genannt. Die russische Regierung bestreitet, mit dem Anschlag etwas zu tun zu haben.

Im Fall Skripal schaukelt sich der Streit seit Tagen immer höher. Russland wird von der britischen Regierung verdächtigt, hinter dem Anschlag zu stecken, handfeste Beweise dazu wurden der Öffentlichkeit bislang aber nicht vorgelegt.

Seit dem Aufflammen des Streits hatten Großbritannien und Russland bereits gegenseitig 23 Diplomaten ausgewiesen. Auch die Nato entzog sieben russischen Diplomaten die Akkreditierung.

Mit Deutschland gab es den letzten diplomatischen Konflikt 2014, als eine ranghohe Mitarbeiterin der Botschaft in Moskau Russland verlassen musste.

Angesichts wachsender Spannungen zwischen Russland und der westlichen Welt warnte UN-Generalsekretär António Guterres vor einer Art neuem Kalten Krieg. Vorsichtsmaßnahmen wie im Kalten Krieg seien wieder notwendig, sagte Guterres am Donnerstag vor Journalisten in New York. Die Situation besorge ihn sehr. "Diese Mechanismen wurden abgebaut, weil die Menschen dachten, der Kalte Krieg wäre beendet". Hier finden Sie brandheiße News, tolle Gewinnspiele und den direkten Draht zur Redaktion.

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