Ghosn drängt auf Fusion von Renault und Nissan

Carlos Ghosn

Carlos Ghosn würde auch nach einer Fusion den beiden Autobauern vorstehen. Renault hat derzeit einen Anteil von gut 43 Prozent an Nissan, Nissan besitzt 15 Prozent an Renault. Eine engere Verzahnung von Renault und Nissan wird schon seit längerem erwartet. Haken könnte es am Staatseinfluss: Die französische Regierung hat bei Renault ein gewichtiges Wörtchen mitzureden. So fiel zum Beispiel die Managervergütung in seinem neuen Vertrag nach Reibereien ums Gehalt deutlich geringer aus als zuvor. Die Aktie von Renault legte an der Pariser Börse mehr als 8 Prozent zu und war damit so teuer wie seit Dezember 2017 nicht mehr.

Ghosn dürfte mit dem Vorhaben auch den weltgrössten Autobauer Volkswagen im Visier haben. Nissan hält zudem einen großen Anteil der Aktien von Mitsubishi, das auch Teil der Allianz ist. Im vergangenen Jahr hatte der Pakt aus Renault, Nissan und Mitsubishi rund 10,6 Millionen Fahrzeuge verkauft, Volkswagen insgesamt 10,7 Millionen.

Die bereits verbündeten Autobauer Renault und Nissan sprechen unterrichteten Kreisen zufolge über eine komplette Fusion. Denkbar wäre, Konzernzentralen in Frankreich und Japan zu behalten.

Das berichtet die Nachrichtenagentur Bloomberg am Donnerstag unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen. Neben dem als unsicher geltenden Placet der französischen Regierung müssten auch japanische Behörden ihre Zustimmung geben. Neben Frankreich und Japan sind den Informationen zufolge auch Grossbritannien und die Niederlande in der Diskussion.

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