Justizkrimi Kalinka: EGMR bestätigt Haft für Stiefvater

Außenansicht des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte in Straßburg | Bild

Straßburg/Lindau - Im deutsch-französischen Justizkrimi um den Tod des Mädchens Kalinka wird der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte am Donnerstag in Straßburg eine Entscheidung verkünden (ab 10 Uhr). Der Mediziner scheiterte mit einer Klage vor dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte.

Der frühere Arzt war im Dezember 2012 in einem Berufungsverfahren in Frankreich wegen vorsätzlicher Körperverletzung mit Todesfolge zu 15 Jahren Gefängnis verurteilt worden. Stieftochter Kalinka wurde 1982 tot in seinem Haus in Lindau aufgefunden. Pariser Richter sahen es 2011 als erwiesen an, dass er sie vergewaltigen wollte und ihr Beruhigungsmittel sowie eine tödliche Spritze verabreichte.

25 Jahre nach dem Tod Kalinkas, ließ ihr leiblicher Vater, André Bamberski, Krombach entführen, um ihn vor das französische Gericht zu bringen. Die deutsche Justiz hatte zuvor die Ermittlungen eingestellt. Bamberski wurde wegen der Entführung 2014 in Frankreich zu einem Jahr Freiheitsstrafe auf Bewährung verurteilt. Er war jahrelang auf freiem Fuß geblieben. Seine Beschwerde sei unzulässig. Deutschland und Frankreich hätten unabhängig voneinander gegen den Mann ermittelt.

Er sieht dadurch sein Recht verletzt, wonach er nicht wegen derselben Strafsache zweimal vor Gericht gestellt werden kann. Der Fall sorgte jahrzehntelang für Schlagzeilen in Deutschland und Frankreich.

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