Mutmaßliche Komplizen von Anis Amri gefasst

Amris Helfer? Schlepperei und Terrorismus- Italienische Polizei nimmt fünf Verdächtige fest

Einer der Verdächtigen habe Amri vermutlich die falschen italienischen Ausweispapiere besorgt, mit deren Hilfe sich Amri frei in Europa bewegen konnte, schrieb die italienische Polizei auf Twitter.

Mehrere mutmaßliche Komplizen des Berliner Weihnachtsmarkt-Attentäters Anis Amri sind in Italien festgenommen worden. Die Polizei in Rom und der nahe gelegenen Stadt Latina fasste fünf Verdächtige, wie die Ermittler am Donnerstag mitteilten.

Razzien habe es außerdem in Neapel und den Städten Matera, Viterbo und Caserta gegeben. Einer der Festgenommenen soll Amri Dokumente verschafft haben, um nach Deutschland zu reisen. Den Verdächtigen, die alle aus Tunesien stammen sollen, werden unter anderem Aktivitäten im internationalen Terrorismus, Begünstigung von illegaler Einwanderung und Dokumentenfälschung vorgeworfen, wie italienische Nachrichtenagenturen berichteten.

Erst am Mittwoch hatte die Polizei in Turin einen 23-jährigen Italiener marokkanischer Abstammung festgenommen, der ein Attentat mit einem Lkw geplant haben soll. Für eine Beteiligung am Anschlag in Berlin gebe es keine Beweise.

Bei dem Anschlag am 19. Dezember 2016 wurden zwölf Menschen getötet, als Amri einen zuvor gestohlenen Lastwagen in den Weihnachtsmarkt am Berliner Breitscheidplatz steuerte. Wenige Tage später wurde er nördlich von Mailand von einem Polizisten erschossen. Der gebürtige Tunesier war einst mit einem Flüchtlingsboot in Italien angekommen und saß dort längere Zeit in einem Gefängnis, wo er sich auch radikalisiert haben soll. Seit langem wird in Italien ermittelt, welche Kontakte er dort hatte. Die Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) bekannte sich zu dem Anschlag.

Zuvor wurde ein Haftbefehl gegen ein anderes mutmassliches IS-Mitglied vollstreckt, das Kinder zu Selbstmordattentaten aufgerufen haben soll.

Über Ostern gelten vor allem in Rom noch stärkere Sicherheitsmaßnahmen. Besonders die Gegend um den Petersplatz und das Kolosseum wird noch strenger als bisher überwacht.

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