Prozess zum Tiergarten-Mord Angeklagter bestreitet Tötung von Susanne F.

Einsatzkräfte der Polizei und Kriminaltechniker stehen in der Nähe des Tatorts

Ihm wird vorgeworfen, die arglose 60-Jährige vor knapp sieben Monaten im Tiergarten auf ihrem Heimweg attackiert, erwürgt und ausgeraubt zu haben. Mit dem Handy der Frau und mindestens zwei Euro sei er geflohen. Vor dem Landgericht der Hauptstadt steht seit Mittwoch ein 18-Jähriger.

Die Frau war am 5. September 2017 nach einem Treffen mit Freundinnen in einem Lokal allein zu Fuß Richtung Bahnhof Zoo aufgebrochen. Der Angeklagte gab dagegen in seiner Erklärung an: "Es war vielmehr so, dass ich den Leichnam in den Morgenstunden des 6. September gefunden habe". Der Ehemann des Opfers, der im Prozess Nebenkläger ist, betrat schweigend den Gerichtssaal. Dem nach Jugendstrafrecht angeklagten 18-Jährigen drohen bei einer Verurteilung wegen Mordes zehn Jahr Haft.

Der Fall hatte im vergangenen Herbst für großes Aufsehen gesorgt.

Berlin. Unter großem Medienandrang ist in Berlin der Prozess gegen den mutmaßlichen Mörder einer Kunsthistorikerin gestartet. Weil der mutmaßliche Täter A. kein Aufenthaltsrecht hat, löste der Fall eine Debatte über die Abschiebepraxis aus. Dann wäre das nicht passiert. Demnach hatte er den Abend mit Unterbrechungen in einem Internetcafé verbracht und nur zwischendurch im Tiergarten eine größere Menge Alkohol getrunken.

Als ihm klar geworden sei, dass es sich um eine Leiche handelte, habe er "Panik" bekommen. Er habe den Leichnam der Frau gefunden, nach Wertsachen durchsucht und das Handy der Toten sowie etwas Kleingeld an sich genommen, hatte der Angeklagte vor drei Wochen bei einem Haftprüfungstermin erklärt (TAG24 berichtete).

Anschließend sei er zu seinem Vater nach Polen gereist, weil er befürchtet habe, mit dem Mord an der Frau in Verbindung gebracht zu werden, erklärte A. Er war am 12. September nahe Warschau verhaftet worden und sitzt seit Anfang Oktober in Deutschland in Untersuchungshaft. Bis Ende Juni sind zehn weitere Verhandlungstermine angesetzt.

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