Zuckersteuer in Großbritannien: Süßstoff in Limonaden steigt

Drei Gläser gefüllt mit roter Limonade Cola und Energy Drink stehen

April gilt in Großbritannien eine neue Steuer auf stark gezuckerte Getränke. Coca-Cola habe in Grossbritannien bereits 2005, "viele Jahre vor der Ankündigung der Steuer begonnen, den Zuckergehalt in Getränken zu reduzieren", fügte sie hinzu. Auch die Weltgesundheitsorganisation spreche sich deshalb für Abgaben auf Zuckergetränke und Subventionen für Obst und Gemüse aus. Kritisch bewertete foodwatch, dass viele Hersteller in Großbritannien den Zucker durch Süßstoffe ersetzt haben, da die britische Abgabe keine Süßstoffe umfasst. Sie forderte die Bundesregierung auf, eine vergleichbare Abgabe einzuführen und Obst und Gemüse von der Mehrwertsteuer zu befreien. Recherchen der Verbraucherorganisation Foodwatch zufolge reduzierte beispielsweise Coca-Cola den Zuckergehalt bei seinen Marken Fanta und Sprite für den britischen Markt. Zum Vergleich: In Deutschland enthalten Fanta und Sprite neun Gramm Zucker pro 100 Milliliter. Zuletzt sei er für Fanta im Mai 2017 und für Sprite in diesem Monat (März 2018) reduziert worden, sagte eine Sprecherin von Coca-Cola Deutschland in Berlin. Auch der Konzern Britvic, Branchenzweiter in Großbritannien, Orangina-Hersteller Lucozade Ribena Suntory und die Handelsunternehmen Lidl und Tesco änderten ihre Rezepturen. Zuckergehalte von mehr als 5 oder 8 Gramm je 100 Milliliter werden in Großbritannien ab April mit gestaffelt hohen Abgaben belegt. Derzeit seien es 9,1 Gramm in 100 Millilitern. Änderungen sollten aber darauf abzielen, den Süßgeschmack zu verringern, um der Gewöhnung bei jungen Menschen entgegenzuwirken, forderte die Organisation. Daher sollte die Herstellerabgabe in Deutschland - genauso wie in Frankreich - auch süßstoffgesüßte Getränke mit einbeziehen, forderte die Verbraucherorganisation.

Großbritannien erhebt in Zukunft auf Limonaden eine nach Zuckergehalt gestaffelte Steuer. Gesundheitsexperten schreiben zuckerhaltigen Getränken eine besondere Rolle in dieser Entwicklung zu. Die britische Regierung hat angekündigt, die Steuereinnahmen zweckgebunden für die Förderung des Schulsports und des Schulessens verwenden zu wollen. Adipositas wird inzwischen als das am schnellsten wachsende Gesundheitsproblem eingestuft. Der Konsum dieser Getränke fördert nachweislich die Entstehung von Übergewicht sowie Typ-2-Diabetes und wird zudem mit einem erhöhten Risiko für Herzinfarkte in Verbindung gebracht.

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