Handelsstreits USA-China - Trump droht China mit weiteren Zöllen

"Diese Zölle werden nach dem Abschluss des juristischen Prozesses dann in Kraft treten, wenn China sich weigert, seine Praktiken zu ändern und auch wenn es darauf besteht, seine jüngst angekündigten neuen Zölle umzusetzen", hieß es weiter.

Sollte China als Reaktion auf den neuen US-Schritt selbst wiederum neue Zölle verhängen, würden die USA "mit zusätzlichen Zöllen auf weitere 200 Milliarden Dollar an Waren" antworten.

Eine Sprecherin von Lighthizer sagte, die neue Liste ersetze eine Aufstellung von chinesischen Waren im Volumen von 100 Milliarden Dollar, die Trump im April für einen solchen Fall in Auftrag gegeben hatte.

US-Präsident Donald Trump habe Tim Cook zugesagt, dass sein Konzern keine Importzölle auf iPhones zahlen müsse, die er in China herstellen lasse, berichtet die "New York Times" unter Berufung auf Insider, die mit der Angelegenheit vertraut seien.

► Der Handelskrieg zwischen den USA und China geht weiter: US-Präsident Donald Trump droht Peking nun mit neuen Zöllen in Höhe von zehn Prozent auf chinesische Waren im Wert von 200 Milliarden US-Dollar (172,3 Milliarden Euro).

► Das chinesische Handelsministerium reagierte scharf: "Die Vereinigten Staaten initiieren einen Handelskrieg und verletzen die Gesetze des Marktes", sagte ein Sprecher.

Apple kann auf eine Ausnahmeregelung im Handelsstreit zwischen den USA und China hoffen. "Diese Praktik des extremen Drucks und der Erpressung weicht von dem Konsens ab, den beiden Seiten bei mehreren Gelegenheiten erzielt haben", hiess es in einer Stellungnahme.

Setzt Trump seine jüngste Drohung um, würde er mit den Zöllen auf etwa die Hälfte der chinesischen Einfuhren in die USA zielen.

Der China-Experte Derek Scissors von der Denkfabrik American Enterprise Institute wies darauf hin, dass China bald die Importe aus den USA ausgehen dürften, die sie überhaupt mit Zöllen belegen könne: Die Gesamteinfuhren von dort hätten 2017 gerade einmal 130 Milliarden Dollar betragen. Er fordert zudem schärfere Massnahmen gegen den Diebstahl von intellektuellem Eigentum. Vermutlich werde die Regierung in Peking daher als nächstes amerikanische Unternehmen ins Visier nehmen, die in China tätig seien.

Der US-Aluminiumverband Aluminum Association teilte am Montag darüber hinaus mit, dass die USA Anti-Dumping-Zölle gegen China von rund 167 Prozent auf Aluminiumblech verhängt haben. Trump liegt derzeit auch im Handelsstreit mit westlichen Partnern, den er mit seinen Strafzöllen auf Aluminium und Stahl ausgelöst hat. Dann ordnete Trump Zölle von 25 Prozent auf mehr als 800 chinesische Waren mit einem Volumen von 50 Milliarden Dollar an. Das Volumen beläuft sich auf 50 Milliarden Dollar. Die Maßnahme richtet sich nach Angaben des US-Präsidialamts auf Waren aus dem strategischen "Made in China 2025"-Programm, mit dem die Volksrepublik ihre Wirtschaft ankurbeln wolle, "aber das Wirtschaftswachstum der Vereinigten Staaten und vieler anderer Länder schädigt".

Kurz nach Bekanntgabe der Zölle hat China seinerseits mit erneuter Vergeltung gedroht. China führte im vergangenen Jahr Waren im Wert von 505 Milliarden Dollar in die USA ein.

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