Bundesnetzagentur verkündet Einigung: Keine UKW-Radio Abschaltung

Am Standort von Media Broadcast

Eine UKW-Abschaltung konnte verhindert werden.

Das Schreckensszenario einer UKW-Abschaltung in Deutschland ist vom Tisch. Das teilte die Bundesnetzagentur mit.

Media Broadcast als ehemaliger Antennenbetreiber teilte dazu mit: "Wir begrüßen die von Kanzleramtsminister a.D".

Die Bundesnetzagentur hat heute bekannt gegeben, dass sich die Vertragsparteien im seit Monaten schwelenden Streit um die Verbreitungskosten von UKW unter ihrer Vermittlung auf Eckpunkte für eine vertragliche Lösung geeinigt haben.

Damit haben sich alle Beteiligten, die Antenneneigner, die Sendernetzbetreiber und die Programmveranstalter (private und öffentlich-rechtliche Radioanbieter) aufeinander zubewegt, um ein langfristig tragbares, marktkonformes kommerzielles UKW-Betreibermodell sicherzustellen. "Dann müssen die Hörerinnen und Hörer keine Abschaltungen mehr befürchten", erklärt Bundesminister a.D.

Die fünf Unternehmen (Aeos Infrastruktur GmbH, Baum Broadcast GmbH, Deutsche UKW Infrastruktur- und Vermarktungs GmbH, Kio Vermögensverwaltungs GmbH und Milaco GmbH), denen die UKW-Antennen gehören, und die Unternehmen Uplink und Divicon, die die UKW-Sendernetze betreiben, standen sich in einem monatelangen Streit gegenüber. Die Diskussion hatte zuletzt laut Händlern die Stimmung der Freenet-Aktionäre getrübt. Die an den Sendemasten montierten Antennen wurden von der Media Broadcast hauptsächlich an Finanzinvestoren verkauft.

Divicon und Uplink werden ab dem 1. Juli 2018 die Antennen direkt anmieten und sukzessive ihre Sender an die Antennen der Antenneneigner anschließen. Hintergrund war die drohende Abschaltung der klassischen UKW-Kanäle und damit von etlichen Sendern wie dem Deutschlandradio, dem MDR sowie der beliebten Privatsender wie Radio ffh, Big FM und Radio NRW. In Berlin und Brandenburg war teilweise der rbb betroffen.

Im Laufe der Verhandlungen hatte sich die Bundesnetzagentur schon auf eine neue Regulierung des UKW-Marktes vorbereitet - diese würde im Falle einer Einigung zwischen Antennenbesitzern und Sendernetzbetreibern überflüssig. Die dafür angesetzte öffentliche mündliche Verhandlung wurde nun aufgehoben. Die Eigentümer der Antennen, die Betreiber der Sendernetze und die Radiosender einigten sich auf einen Kompromiss. Er gehe davon aus, dass die konkreten Verträge jetzt schnell vereinbart werden und damit regulatorische Eingriffe vermieden werden können, sagte Jochen Homann, Präsident der Bundesnetzagentur. UKW-Markt: Die historischen HintergründeDas UKW-Geschäft gehörte ursprünglich der Deutschen Bundespost und gelangte mit der Privatisierung der Post Ende der 80er-Jahre zur Deutschen Telekom. Angeblich wird Media Broadcast den Antenneneignern zukünftig bei Wartungs- und Instandhaltungsservices entgegenkommen. Nach Einschätzung von Experten musste in den nun abgeschlossenen Verhandlungen auch die Media Broadcast Federn lassen, weil die neuen Antennenbesitzer nun offenbar nicht mehr den ursprünglich vereinbarten Kaufpreis bezahlen müssen.

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