Reaktion auf US-Strafzölle: EU setzt Gegenmaßnahmen am Freitag in Kraft

Wirtschaftsminister Oreschkin Russland will sich gegen Stahl und Aluminiumzölle der USA wehren

Die Europäische Union reagiert mit Vergeltungszöllen auf ausgesuchte US-Produkte auf die Strafzölle der US-Regierung.

Die beschlossenen EU-Vergeltungszölle auf US-Produkte sollen ab Freitag gelten. Die Zölle sollen neben Stahlprodukten auch Waren wie Bourbon-Whiskey, Erdnussbutter, Harley-Davidson-Motorräder und Levi's-Jeans treffen. Das teilte die EU-Kommission mit. Laut dem russischen Wirtschaftsminister, Maxim Oreschkin, ist dieser Schritt eine Reaktion auf amerikanische Zölle auf Stahl und Aluminium, die von Washington zuvor auf ausländische Importe verhängt worden waren.

Die EU wird von kommendem Freitag an ihre angekündigten Gegenzölle auf US-Importe im Wert von rund 2,8 Milliarden Euro erheben. Das verstößt aus Sicht der EU gegen Regeln der Welthandelsorganisation. Die "einseitige und ungerechtfertigte Entscheidung der USA" lasse der EU keine andere Wahl, erklärte EU-Handelskommissarin Cecilia Malmström als Begründung für die Gegenmaßnahmen. Wenn die USA ihre Zölle zurücknehmen, fielen auch die EU-Maßnahmen weg, betonte Malmström. Die EU-Länder hatten dem Vorgehen kürzlich einstimmig zugestimmt.

Mit Spannung wird in Brüssel nun erwartet, wie US-Präsident Donald Trump reagiert. Er drohte für den Fall europäischer Gegenzölle bereits mit Strafzöllen auch auf europäische Autos und Autoteile.

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