Ostwestfalen: Vergiftetes Pausenbrot - Polizei prüft 21 Todesfälle

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                    Ein Mann aus Nordrhein Westfalen soll über Jahre hinweg seine Arbeitskollegen vergiftet haben

In Ostwestfalen ist das in wahrscheinlich drei Fällen so passiert. Aber: Jetzt untersuchen die Ermittler 21 Todesfälle, die mit den Giftanschlägen zusammenhängen könnten!

Beim Biss in das Pausenbrot drohte Mitarbeitern eines Anlagenbauers offensichtlich Krankheit und Tod. Bei zwei weiteren Krankheitsfällen in der Firma aus den vergangenen Jahren ergab sich laut Staatsanwaltschaft und Polizei der Verdacht einer Schwermetallvergiftung. Die Menge sei ausreichend gewesen, Organe schwer zu schädigen. So fanden die Beamten bei den Durchsuchungen unter anderem Quecksilber, Blei und Cadmium. Ein weiterer Patient befinde sich wegen einer Vergiftung in Dialyse-Behandlung, berichtete das "Westfalen-Blatt" nach der Festnahme im Mai.

Ein Kollege streut Gift auf die Brote seiner Kollegen. Blechinger: "Dann haben wir uns auch dank des guten Verhältnisses zum Betriebsrat schnell darauf geneigt, das Ganze zu überprüfen". Ein Mitarbeiter hatte zuvor auf seiner Stulle helles Pulver entdeckt und seinen Vorgesetzten eingeschaltet. Zuerst sei man von einem schlechten Scherz unter Kollegen ausgegangen, nicht von einem Mordversuch.

► Ein Mitarbeiter informierte Firmenleitung und Polizei, Spezialisten des Landeskriminalamtes (LKA) untersuchten die Substanz. Er beschreibt den Verdächtigen als "auffällig unauffälligen" Mitarbeiter. Das Motiv des mutmaßlichen Serientäters ist rätselhaft. Der Verdächtige schweigt bislang in der Untersuchungshaft. "Da laufen die Ermittlungen, deshalb sagen wir dazu nichts", sagt der Sprecher der Bielefelder Polizei, Achim Ridder.

Die Ermittlungen der 15-köpfigen Mordkommission konzentrieren sich nunmehr insbesondere auf die Aufklärung aller Todesfälle in der Firma seit dem Jahr 2000.

Die Ermittler befragen Angehörige und arbeiten alte Krankenakten durch. Je nach Ergebnis dieser Nachforschungen soll in Absprache mit Rechtsmedizinern und der Staatsanwaltschaft auch geprüft werden, ob Exhumierungen notwendig sind. Anhand von Haarproben könnte das Schwermetall dann noch nachgewiesen werden.

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