Verstärkte Konkurrenz im Paket-Sektor: Amazon forciert Aufbau eigener Zustelldienste

Verstärkte Konkurrenz im Paket-Sektor: Amazon forciert Aufbau eigener Zustelldienste

Ab Oktober will der Online-Riese seine Pakete im Großraum der Stadt ausschließlich mit eigenen Zustellern ausliefern. In den USA forciert der Konzern nun den Ausbau eines eigenen Zustelldienstes. Amazon forderte Unternehmer in einer Mitteilung zur Gründung kleinerer Lieferfirmen auf, die dann bis zu 40 Fahrzeuge mit Amazon-Logo betreiben sollten.

US-Dollar sollen in den USA ausreichen, um Logistik-Partner von Amazon zu werden und einen jährlichen Gewinn von 300.000 US-Dollar zu erzielen. Den neuen Zusteller verspricht Amazon des Weiteren Zugang zur Liefertechnologie des Unternehmens, praktische Schulungen, Rabatte auf eine Reihe von Vermögenswerten und Dienstleistungen, einschließlich Fahrzeugleasing und umfassende Versicherungen sowie ein Liefervolumen von Amazon.

Mit der Zeit will Amazon so nach eigenen Angaben "hunderte" kleine Lieferfirmen gewinnen.

Der Sprecher der Österreichischen Post, Michael Homola, konnte auf APA-Anfrage keine Details zu den Plänen des Online-Händlers machen.

Ob Amazon Key (Boten bekommen einen digitalen Wohnungsschlüssel und legen die Pakete in der Wohnung ab), Amazon Locker (Zustellboxen) oder Prime Now, das zur Zeit in Deutschland getestet wird, hierzulande angeboten werden, ist unklar.

Trotz des geplanten Starts der Auftragszustellung von Amazon in Wien ist die Österreichische Post positiv gestimmt für ihr Paketgeschäft: "Die Paketmengen wachsen generell", so der Post-Sprecher. Laut "Wall Street Journal" entfallen von 10 US-Dollar, die Online-Konsumenten ausgeben, im Schnitt mehr als 4 US-Dollar auf Bestellungen bei Amazon.

Die Deutsche Post hatte erst kürzlich wegen Problemen in ihrem Brief- und Paketgeschäft eine Gewinnwarnung für das laufende Jahr ausgegeben. Amazon verlässt sich in Wien künftig nur mehr auf sich selbst. Der Post-Aktie hat dies nicht geholfen: Das Papier ist seit der Gewinnwarnung Anfang Juni nahezu ungebrochen im Abwärtstrend und hat seitdem rund 14 Prozent an Wert eingebüßt.

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