Trump: Saudi-Arabien will Ölproduktion hochfahren - Wirtschaft

Trump mit Saudi Arabiens König Salman Bild AFP

Saudi-Arabien wird nach Angaben von US-Präsident Donald Trump seine Ölproduktion hochfahren, um die steigenden Rohölpreise auf den Weltmärkten abzufedern. Er habe König Salman von Saudi-Arabien gebeten, die Ölproduktion zu erhöhen, "vielleicht um 2 Millionen Barrels", um Ausfälle infolge "der Turbulenzen und Störungen im Iran und Venezuela" auszugleichen, teilte Trump mit.

Die amtliche saudiarabische Nachrichtenagentur SPA bestätigte, dass König Salman mit Trump ein Telefonat über die Ölförderung geführt habe.

Die Preise für Erdöl sind in den vergangenen zwölf Monaten um rund 60 Prozent gestiegen.

Washington.Trump sprach von einer Erhöhung der saudischen Produktion um bis zu zwei Millionen Barrel pro Tag. Die Mitgliedstaaten einigten sich auf eine Erhöhung der Fördermenge um rund eine Million Barrel pro Tag. Die Ausweitung in dieser Höhe gilt als Kompromiss, der in aufwändigen Verhandlungen zwischen den beiden Rivalen Saudi-Arabien, das sich für eine Produktionserhöhung aussprach, und dem Iran, der dagegen war, erreicht werden konnte. Auch um "Bemühungen der Förderländer, eventuelle Lieferengpässe auszugleichen", sei es gegangen. Auch Nicht-Mitgliedsländer schlossen sich wenig später an.

Der Preis für ein Barrel (159 Liter) Rohöl der Sorte Brent war am Samstag auf rund 80 US-Dollar geklettert.

Trump will mit fallenden Ölpreisen und damit billigerem Benzin bei den Kongresswahlen im November punkten.

Vor allem Saudi-Arabien hatte zuletzt darauf gedrängt, wegen der erhöhten Nachfrage die Ölproduktion wieder auszuweiten, auch Russland war dafür. Saudi-Arabien produziert nach OPEC-Angaben derzeit rund zehn Millionen Barrel Erdöl pro Tag. Der Iran hatte sich hingegen gegen eine Erhöhung der Ölproduktion ausgesprochen und erklärt, Trump sei mit seinen Sanktionen gegen den Iran und Venezuela für den hohen Ölpreis verantwortlich. Mit der Einigung auf eine Erhöhung der Produktion um eine Millionen Barrel bekannten sich die Länder also lediglich zu bereits getroffenen Verpflichtungen. Den Verkauf iranischen Öls haben die USA mit ihrem Austritt aus dem Atomabkommen und der Wiederaufnahme bestimmter Wirtschaftssanktionen gegen das islamisch regierte Land selbst eingedämmt.

Das US-Außenministerium hatte am Dienstag alle Länder, darunter die Großkunden China und Indien, aufgerufen, iranische Ölimporte bis zum 4. November einzustellen.

Damit sollten Lieferausfälle durch Sanktionen gegen den Iran und Venezuelaaufgefangen werden.

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