USA - Kanada kündigt eigene Zölle auf Stahl- und Aluminium an

US-Präsident Donald Trump und der der kanadische Premierminister Justin Trudeau

Europa verkaufe Autos in die USA, sagte er und nannte den Markennamen Mercedes. Der tägliche Umsatz des Waren- und Dienstleistungsaustausches zwischen den beiden Ländern beträgt rund zwei Milliarden US-Dollar. Außenministerin Chrystia Freeland kündigte am Freitag Zölle auf Stahl- und Aluminiumprodukte aus den USA im Wert von umgerechnet zehn Milliarden Euro an, die am Sonntag in Kraft treten sollen. Trudeau habe Trump in dem Telefonat klargemacht, dass Kanada keine andere Wahl habe als mit Gegenmaßnahmen auf die US-Zölle zu reagieren, teilte das Büro des Ministerpräsidenten mit. Sonderregelungen der USA bei Importen von Stahl und Aluminium aus Kanada, aber auch aus Mexiko und Ländern der Europäischen Union waren am 31. Mai ausgelaufen. Die Nachverhandlungen zu dem Abkommen, das Grundlage für eine der größten Freihandelszonen weltweit ist, hätten eigentlich schon längst beendet sein sollen.

Trump dementierte am Freitag (Ortszeit) Spekulationen, wonach er einen Austritt aus der WTO plane. "Sie schützen ihre Bauern", sagte Trump. Diese Handlungsweise sei auf die Strafzölle der USA zurückzuführen, die den WTO-Regeln zuwiderliefen. Dies müsse aufhören. Die USA hätten viele Streitfälle bei der WTO verloren, weil sie bei der Besetzung der Entscheidungsgremium nicht ausreichend berücksichtigt worden seien. Auch Zusatzzölle auf in die USA gelieferte Autos sind im Gespräch.

Diese Nachricht wurde am 30.06.2018 im Programm Deutschlandfunk gesendet.

BMW warnt in einem Schreiben an US-Handelsminister Wilbur Ross vor solchen Zöllen.

Auch die US-Autoindustrie spricht sich vehement dagegen aus.

Kanada ist der wichtigste Handelspartner der Vereinigten Staaten.

Wie die EU klagt auch Kanada gegen die von Trump verhängten Sonderzölle auf Importe von Stahl in Höhe von 25 Prozent und Aluminium in Höhe von zehn Prozent.

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