Verhandlungen zwischen Halberg Guss und der IG Metall ergebnislos abgebrochen

Oskar Lafontaine

"Sie helfen uns nicht weiter". Damit bezog er sich auf eine Aussage von NHG-Geschäftsführer Barbaros Arslan, einzelne Kunden wollten Werkzeuge aus der Produktion abziehen, wenn der Ausstand nicht nächste Woche beendet werde. Dabei wird erneut die Frage verhandelt, ob der seit dem 14. Juni laufende Streik in den Werken Saarbrücken und Leipzig rechtmäßig ist.

Es könne nicht sein, dass "in Deutschland der Staat, in diesem Fall das Saarland, die Hände in den Schoß legt und tatenlos zusieht, wie in Saarbrücken und in Leipzig 1500 beziehungsweise 700 Arbeitnehmer durch den Verlust ihres Arbeitsplatzes enteignet werden", hieß es in der Mitteilung von Lafontaine. "Es ist jetzt nicht die Zeit, die Kunden auf die IG Metall zu hetzen". Die vierte, von einer Mitarbeiterdemonstration begleitete Verhandlungsrunde wurde am Donnerstag in Frankfurt ergebnislos abgebrochen, wie beide Seiten der Deutschen Presse-Agentur berichteten.

Die IG Metall fordert eine Qualifizierungsgesellschaft und einen Treuhandfonds. Sie kündigte für Donnerstag eine Demonstration von Halberg-Beschäftigten in Frankfurt an. Aus Saarbrücken hätten sich rund 400 Menschen angesagt, zudem kämen etliche Busse aus Leipzig. "Es kommt Bewegung in die Sache", sagte der Gewerkschaftssprecher.

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