Europa League: Standard Lüttich - Eintracht Frankfurt 2:1

Aufenthaltsverbot für SGE-Fans in Lüttich

Minutenlang standen Filip Kostic und Co.am Mittelkreis und konnten den Last-Minute-K.o. kaum begreifen.

Eintracht Frankfurt hat bei Standard Lüttich eine knappe Niederlage kassiert. Damit ist genau das eingetreten, was die Frankfurter unbedingt verhindern wollten, nämlich gegen den belgischen Tabellenzweiten zu verlieren. "Wir haben am Ende selbst die Chance, das 2:1 zu machen und kriegen im Gegenzug das Tor". Als Lestienne aber mit seinem Treffer in den Schlusssekunden Frankfurts gute Ausgangsposition zunichte machte, brachen in Lüttichs Fan-Lager alle Dämme. Kostic lief halblinks frei aufs Lütticher Tor zu, verzog aber den Abschluss und schoss weit vorbei. "Das darf nicht sein".

Im Vergleich zum triumphalen 5:1-Heimsieg gegen den FC Bayern hatte Eintracht-Coach Adi Hütter die Formation zweimal gewechselt. Makoto Hasebe ersetzt Evan N´Dicka in der Dreierkette. Wir haben eigentlich ein ordentliches Spiel gemacht. Zudem stürmte für Bas Dost anfangs André Silva. Wir haben jetzt ein schweres Spiel in London. Silva fand sich diesmal sofort an der Seite seines stürmischen Landsmanns Goncalo Paciencia wieder.

Für Standard hatte Gojko Cimirot eine gute Gelegenheit zur Führung, die Keeper Frederik Rönnow vereitelte (33.). Zunächst trat Djibril Sow in aussichtsreicher Position ein Luftloch, dann köpfte der bemühte, aber unglücklich agierende Silva dessen Flanke aus vier Metern an den Pfosten.

Die Fans von Eintracht Frankfurt dürfen beim Europa-League-Auswärtsspiel bei Standard Lüttich neben dem Stadion auch das Stadtgebiet nicht betreten. Beide Teams neutralisierten sich, hatten großen Respekt voreinander.

Zwar ohne Fans, aber mit viel Rückenwind geht die Eintracht in den 4. Spieltag auf europäischer Bühne. Er sollte Recht behalten. Die Belgier wurden besser, sie agierten bissiger, erhöhten den Druck. Nach 57 Minuten war es dann so weit, der bei einer Ecke aufgerückte Verteidiger Zinho Vanheusden drückte einen Kopfball aus Nahdistanz ins Frankfurter Tor.

Das 1:1 resultierte aus einem bemerkenswerten Freistoß. Zuvor war der eingewechselte Daichi Kamada nach einem feinen Solo an der Strafraumgrente gefoult worden. Wenig später hatte Lüttich bei einem Foul kurz vor der Strafraumkante Glück: Der bereits mit Gelb verwarnte Kostas Laifis brachte Sebastian Rode als letzter Mann zu Fall - kassierte dafür aber weder die zweite Gelbe noch die Rote Karte (62.).

Immerhin hatte die Eintracht nach dem Ausgleich deutlich mehr Zugriff auf das Spiel, jetzt war sie am Drücker, übernahm mehr und mehr die Kontrolle und hatte auch noch Möglichkeiten, die Partie sogar zu gewinnen: Kostic hätte das 2:1, das ja fürs Weiterkommen gereicht hätte, in der Nachspielzeit besorgen können, sogar müssen.

Von einem "K.o. -Duell, einem Schlüsselspiel" hatte Eintracht-Trainer Adi Hütter gesprochen.

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