YouTube-Segelstars bringen Thunberg nach Europa

Thunberg ist im August in die USA gereist- nun macht sie sich bald auf ihren Rückweg nach Europa. Nächste Station Madrid

Die Klimaaktivistin Greta Thunberg wird auch auf dem Rückweg von den USA nach Europa auf einen Flug verzichten - sie hat auf einem relativ bekannten Kat eine Mitsegelgelegenheit gefunden.

"Ich bin so froh, dass ich hoffentlich rechtzeitig in Madrid ankomme", erklärte sie weiter. Riley Whitelum und Elayna Carausu sowie die englische Profi-Skipperin Nikki Henderson sollen Greta Thunberg zurück über den Ozean bringen. "Wir segeln morgen Früh nach Europa!".

Zuvor hatte die spanische Umweltministerin, Teresa Ribera, der schwedischen Aktivistin Hilfe vorgeschlagen: "Wir möchten dir helfen, den Atlantik zu überqueren".

Aufgrund der Proteste in Chile wurde die UN-Klimakonferenz nach Spanien verlegt. Dieses Angebot wurde von der Uno angenommen.

Riley Whitelum und Elayna Carausu segeln nach eigenen Angaben auf der "Vagabonde" um die Welt und dokumentieren die Reise auf ihrem YouTube-Kanal. Mit ihren Videos wollen sie auf die Wichtigkeit des Ozeans aufmerksam machen und andere dazu inspirieren, alternative Lebensmöglichkeiten auszuprobieren.

Nach Ansicht von Thunberg hat US-Präsident Donald Trump mit seinen teils drastisch geäußerten Zweifeln am Klimawandel womöglich genau das Gegenteil von dem erreicht, was er erreichen will.

Thunberg ließ es sich vor ihrer Abfahrt aus den USA nicht nehmen, ihre Reise zusammenzufassen und eine Einschätzung über Trumps Aussagen zum Klimawandel abzugeben: "Er ist so extrem und er sagt so extreme Dinge, dass ich denke, dass Menschen in gewisser Weise dadurch aufgewacht sind", sagte die Klimaaktivistin in Hampton der Nachrichtenagentur AFP. "Als er gewählt wurde, habe ich mir gesagt, dass die Menschen jetzt aufwachen werden, dass die Menschen aufwachen müssen", sagte die Schwedin weiter. Ihr Katamaran ist mit Solarpaneelen und Wasserkraftgeneratoren ausgestattet, was die Reise so emissionsfrei wie möglich machen soll. Die junge Klimaaktivistin befindet sich seit August in den USA, wohin sie an Bord eines Segelschiffes gereist war. "Er hat also womöglich geholfen". Dieser ist bereits im August zusammen mit Greta und dem deutschen Segelprofi Boris Herrmann und dessen Co-Skipper Pierre Casiraghi von England aus über den Großen Teich nach New York gesegelt. Thunberg hatte den Transatlantik-Törn auf sich genommen, weil sie als Zeichen für mehr Klimaschutz nicht fliegen wollte.

Das Ziel von Thunbergs langer Reise war ursprünglich die chilenische Hauptstadt Santiago, wo vom 2. bis 13. Dezember die nächste UN-Klimakonferenz stattfinden sollte.

Wegen eines Transatlantik-Rennens mit der Jacht "Malizia" fiel Herrmann diesmal als möglicher Segler an Thunbergs Seite aus, er hatte ihr aber beim Finden nach Alternativen Ratschläge und Unterstützung angeboten.

Auf den UN-Klimagipfeln verhandeln die Staaten über die Umsetzung des Pariser Klimaabkommens.

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