Sebastian Kurz: "Es gibt nur noch drei Gründe, das Haus zu verlassen"

Coronavirus       
   Kanzler Kurz rechnet mit

Aber gerade die ältere Generation dürfte man mit all den Appellen nur sehr schwer erreichen. Aber es gibt immer noch viele Menschen, die das Ausmaß der Gefahr noch nicht erkannt haben. Deshalb sei es wichtig, offen auszusprechen, dass dieses Virus Leid für viele Menschen und für einige auch den Tod bedeuten werde. "Wir müssen Österreich ab Montag gut vorbereitet auf Notbetrieb herunterfahren", so der österreichische Bundeskanzler. Nur so gibt es eine Chance, die Ausbreitung zumindest zu verzögern.

Ab Montag (16. März) bleiben in Österreich Geschäfte in nicht alltagsnotwendigen Branchen geschlossen. Würde es nicht etwas bringen, die Maßnahmen vorzuziehen? Aber wir haben als Politik die Verantwortung, die Maßnahmen möglichst rasch zu setzen, aber gleichzeitig sie so zu setzen, dass das System nicht zusammenbricht.

Kommen noch drastischere Maßnahmen?

Alle Menschen ins unserem Land sind ein Team. "Nur gemeinsam können wir die Ausbreitung des Coronavirus verlangsamen", schrieb er und rief die Bürger ein weiteres Mal dazu auf, ihren Beitrag zu leisten, um die Ausbreitung des Virus zu stoppen. Für manche bedeutet das, besonders hart zu arbeiten.

Keines. Wir müssen Österreich auf den Notbetrieb reduzieren. Kurz hat in Interviews mit österreichischen Tageszeitungen und über den ORF die Bevölkerung noch einmal eindringlich dazu aufgerufen, zu Hause zu bleiben. Es gibt nur noch drei Gründe, das Haus zu verlassen. Erstens die Arbeit oder der unaufschiebbare Dienst. Zweitens notwendige Besorgungen. Drittens, andere Menschen zu unterstützen, die sich nicht selbst helfen können. Auch für diese Bereiche gilt: Geben Sie niemandem die Hand, halten Sie Abstand und bleiben Sie auf Distanz. Nicht, weil wir unsere Mitmenschen nicht gern haben, sondern gerade weil wir sie gern haben.

Sebastian Kurz:

KURZ: Wir sind sicher unter den drei Ländern in Europa, die am schnellsten reagieren. Wir sind dankbar, dass viele Menschen ein starkes Bewusstsein entwickelt haben.

Sind Sie eigentlich froh, dass Sie im Krisenstab jetzt mit Karl Nehammer und Rudolf Anschober zusammenarbeiten - und nicht mit Herbert Kickl und Beate Hartinger-Klein?

Bundeskanzler Sebastian Kurz verschärft den Ton in der Corona-Krise deutlich.

Da gibt es einen Notfallplan.

KURZ: Es gibt auch dafür Notfallpläne, dass die zuständigen Regierungsmitglieder und der gesamte Einsatzstab ihre Arbeit isoliert, aber unter voller Handlungsfähigkeit hier im Kanzleramt fortsetzt.

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