Coronavirus - Angela Merkel verkündet Maßnahmen: "Es wird Kontrollen geben"

Innenstadt von Neumünster über dts Nachrichtenagentur

Die Länder würden den am Montag gemeinsam von der Bundesregierung und den Regierungschefs der Bundesländer beschlossenen eineinhalbseitigen Handlungskatalog nun umsetzen, hieß es.

Berlin - Um das Coronavirus einzudämmen, sollen die Deutschen keine Urlaubsreisen ins In- und Ausland mehr unternehmen. "Natürlich wird es Kontrollen geben", betonte die Kanzlerin. Sie hoffe, "dass es ein gewisses Einsehen der Menschen gibt". Es sei beispielsweise sinnlos eine Schule zu schließen, wenn sich die gleichen Schüler dann woanders treffen.

Bars, Clubs, Theater, Museen, Kinos, Zoos, Sporteinrichtungen und Spielplätze werden vorerst geschlossen. Dicht machen sollen außerdem Messen, Ausstellungen, Kinos sowie Freizeit- und Tierparks, außerdem Spielhallen, Spielbanken und Wettannahmestellen sowie Bordelle.

Sport/Kinder: Der Sportbetrieb auf und in allen öffentlichen und privaten Sportanlagen, Schwimm- und Spaßbädern, Fitnessstudios und ähnlichen Einrichtungen ist laut dem Beschluss für den Publikumsverkehr zu schließen - ebenso gilt dies für Spielplätze. Auch Spielplätze sollen gesperrt werden.

Bildung/Reisen: Verboten werden sollen Zusammenkünfte in Vereinen und sonstigen Sport- und Freizeiteinrichtungen. Dies gilt auch für Kirchen, Moscheen, Synagogen und andere Glaubensgemeinschaften. Mensen, Restaurants, Speisegaststätten und Hotels sollen das Risiko einer Virus-Verbreitung minimieren - etwa durch Abstandsregeln für Tische, Begrenzungen der Besucherzahl oder Hygienemaßnahmen.

Das öffentliche Leben wird in Deutschland wegen des Coronavirus immer weiter heruntergefahren. Kleinere Straßen - etwa von Frankreich nach Baden-Württemberg - wurden komplett gesperrt. Die EU-Kommission hat zudem beschlossen, dass alle "nicht notwendigen" Einreisen für 30 Tage ausgesetzt werden sollen. Ausnahmen solle es unter anderem für Nicht-EU-Bürger mit dauerhafter Aufenthaltsgenehmigung, Angehörige von EU-Bürgern, Diplomaten, Ärzte, Krankenpfleger, Forscher und Experten geben.

Wegen der Coronakrise haben hierzulande bereits Zehntausende Schulen und Kitas in Deutschland zugemacht. Demnach dürften in den folgenden Tagen 15 Bundesländer dem Beispiel Bayerns folgen, das an diesem Montag den Katastrophenfall ausgerufen hat. Die Erleichterungen träten rückwirkend zum 1. März in Kraft und würden rückwirkend ausgezahlt, teilte Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) mit. Vor allem in der Türkei, Marokko, Indonesien und den Philippinen haben Bundesbürger nach Angaben des Auswärtigen Amts Schwierigkeiten, nach Deutschland zurückzukehren.

Ausdrücklich nicht geschlossen werden soll eine Reihe von Geschäften: der Lebensmitteleinzelhandel, Wochenmärkte, Abhol- und Lieferdienste, Getränkemärkte, Apotheken, Sanitätshäuser, Drogerien, Tankstellen, Banken und Sparkassen, Poststellen, Friseure Reinigungen, Waschsalons, der Zeitungsverkauf, Bau-, Gartenbau- und Tierbedarfsmärkte und der Großhandel. Eine Öffnung dieser genannten Einrichtungen erfolgt unter Auflagen zur Hygiene, zur Steuerung des Zutritts und zur Vermeidung von Warteschlangen.

Alle Einrichtungen des Gesundheitswesen sollen unter Beachtung höherer Hygiene-Anforderungen geöffnet bleiben. Dienstleister und Handwerker dürfen ihren Job weiterhin ausüben.

Gastgewerbe: Restaurants und Speisegaststätten sollen frühestens ab 6:00 Uhr öffnen dürfen und müssen spätestens um 18:00 Uhr schließen.

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