Nach fünffachem Mord: Urteil im Prozess um Gewalttat von Kitzbühel gefallen

Bild zu Prozess um die Tötung von fünf Menschen in Kitzbühel

Die Richterin begründete das Urteil am Mittwoch mit der "besonders kaltblütigen und heimtückischen" Art der Tat, da die Opfer teilweise in ihren Betten erschossen wurden. In den frühen Morgenstunden des 6. Oktober 2019 erschoss er seine 19-jährige Ex-Freundin, deren Vater, deren Mutter, deren Bruder und einen Freund der 19-Jährigen in einem Einfamilienhaus im Wintersportort Kitzbühel.

Das Urteil war vorerst nicht rechtskräftig. Der Wahrspruch der Geschworenen fiel einstimmig aus. Der 26-Jährige hatte sich zu Prozess beginn schuldig bekannt. Zur Tat selbst will er sich aber nicht weiter äußern.

Nach dem Fünffachmord im österreichischen Kitzbühel im Oktober vergangenen Jahres ist der Angeklagte zu lebenslanger Haft verurteilt worden.

Der 26-Jährige schilderte vor Gericht die Nacht vor der Tat, wie er in dem Nachtlokal auf seine ehemalige Freundin getroffen war und dass er ein Gespräch mit ihr geführt hatte. Zeitweilig war der Kontakt zur Familie so eng, dass der heute 26-Jährige sogar unter der Adresse seiner späteren Opfer gemeldet war.

In der Tatnacht kam es noch einmal zum Streit vor dem Haus von Familie H. Nachdem Nadines Vater Michael den damals 25-jährigen weggewiesen hatte, kehrt er um 5.30 Uhr mit einer Pistole, die seinem Bruder gehörte, zurück. "Das erlebe ich jede Nacht beim Schlafen, das ist schlimm genug", sagte er.

Hintergrund der Tat soll die Beendigung der mehrjährigen Beziehung durch die 19-Jährige im Juli 2019 gewesen sein. Niemand konnte etwas dafür. Er würde sich so wünschen, dass ihn jemand aufgehalten hätte in jener Nacht, sagt er gestern vor dem Landgericht Innsbruck. Die Beziehung zu seiner Ex-Freundin sei einer der wesentlichsten stabilisierenden Faktoren in seinem Leben gewesen.

Der Verurteilte soll laut der Staatsanwaltschaft zum Tatzeitpunkt zwischen 0,6 und 1,65 Promille gehabt haben, aber zurechnungsfähig gewesen sein. Der Beschuldigte habe jedoch ein "ausgeprägtes Bedürfnis, seinen Platz bei jemanden zu finden", zitierte APA die Psychiaterin. Durch die Zurückweisung sei sein gesamtes Beziehungsgeflecht zusammengebrochen. Dennoch habe der Angeklagte gewusst, was er tat, hob die Psychiaterin hervor. "Es gibt keine psychiatrische Diagnose und das mag vielleicht für viele das Erschreckendste sein", sagte die Psychiaterin, die trotzdem meinte, dass es sehr unwahrscheinlich sei, dass er nochmals eine derartige Tat begehen würde.

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