Deutschland - In CDU wächst Druck für schnelle Kanzlerkandidatenkür

Laschet und Söder Nur einer kann es werden

CSU-Chef Markus Söder beharrt darauf, dass bei der Auswahl des Unions-Kanzlerkandidaten in Deutschland Popularitätswerte eine Rolle spielen müssen. In Umfragen liegt Söder derzeit deutlich vor CDU-Chef Armin Laschet. Mehrere Dutzend CDU-Unionsabgeordnete forderten eine Mitsprache der Bundestagsfraktion.

Söder hat bisher aber immer eine Antwort auf die Frage verweigert, ob er als Kanzlerkandidat der Union für die deutsche Bundestagswahl im September überhaupt zur Verfügung stehen würde.

Noch ist die Entscheidung für einen Kanzlerkandidaten der Union nicht gefallen. Aber nun gerät der Zeitplan ins Rutschen.

In der Erklärung, die der dpa in Berlin vorliegt, wird auf die "herausragende Bedeutung für unseren Wahlkampf vor Ort" verwiesen, die die Entscheidung über den gemeinsamen Kanzlerkandidaten von CDU und CSU habe. Gleichzeitig gibt es in der CDU aber bei vielen Abgeordneten die Sorge, dass die schlechten Umfragewerte von Laschet schädlich für die Union und ihre Wiederwahlchancen bei der Bundestagswahl wären. Das setzt auch Fraktionschef Brinkhaus unter Druck. Die Fraktion sei "genauso einzubeziehen" wie die Gremien der beiden Parteien. Es "schmeichele" ihm, dass auch er als Kandidat genannt werde.

Auch Unionsfraktionschef Brinkhaus forderte eine zügige Klärung der Kanzlerkandidatur - und zwar in den "nächsten zwei Wochen", wie er den Zeitungen der Funke-Mediengruppe sagte. Der Aufruf konterkariert die bisherigen Planungen der Parteispitzen, sich untereinander zu entscheiden. Er könne sich "gut vorstellen", dass die beiden bis zum Ende der kommenden Woche einen Vorschlag machten, sagte er der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung".

Merz, der sich im "Westfälischen Anzeiger" und "Sauerlandkurier" für Laschet aussprach, sagte: "Ich hoffe, dass die Frage der Kanzlerkandidatur in den nächsten Tagen entschieden wird". Zu Söder sagte er: "Seine Kandidatur hätte erhebliche Folgen für das Verhältnis zwischen CDU und CSU". "In Bayern sind im Jahr 2023 Landtagswahlen".

Der CSU-Chef will die Kanzlerkandidatur der Union davon abhängig machen, wie die Popularitätswerte aussehen.

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