Corona: Biontech beantragt Impfstoffzulassung für Jugendliche in EU

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Sobald die EMA die Änderung genehmigt, wird die angepasste bedingte Zulassung in allen 27 Mitgliedsstaaten der Europäischen Union gültig sein. Dabei gehe es um die Anpassung und Erweiterung der bestehenden Zulassung auf diese Altersgruppe, teilten Biontech und Pfizer mit.

Comirnaty ist bislang die einzige Coronavakzine, die ab 16 Jahren geimpft werden darf, die anderen in der EU bedingt zugelassenen COVID-19-Impfstoffe von AstraZeneca (Vaxzevria), Janssen (Johnson & Johnson) und Moderna dürfen erst ab einem Alter von 18 Jahren geimpft werden. Die Unternehmen haben bereits einen entsprechenden Antrag für die Notfallzulassung bei der amerikanischen Arzneimittelbehörde FDA eingereicht und planen die Einreichung weiterer Änderungsanträge bei Zulassungsbehörden auf der ganzen Welt. Eine klinische Studie in der Altersgruppe von zwölf bis 15 Jahren in den USA mit insgesamt 2.260 Teilnehmenden habe eine Wirksamkeit von 100 Prozent gezeigt, zudem sei die Impfung gut vertragen worden.

Mainz. Das Mainzer Unternehmen Biontech hat bei der Europäischen Arzneimittelbehörde (EMA) eine Zulassung für seinen Impfstoff für Kinder ab zwölf Jahren beantragt. Das heißt, dass die EU-Zulassung im günstigen Fall bei einer Bearbeitungsdauer von vier bis sechs Wochen Anfang bis Mitte Juni erfolgen könnte.

Parallel dazu geht die klinische Studie von Biontech und Pfizer zur Wirkung und Sicherheit ihres Impfstoffs bei Kindern zwischen sechs Monaten und elf Jahren weiter. Dessen Prüfung wird dann voraussichtlich nochmals wenige Woche dauern. Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) und Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein (Grüne) begrüßten den Antrag am Freitag. Biontech/Pfizer hat bereits einen Antrag auf Notzulassung in den USA gestellt.

Erst am Donnerstag hatte Biontech wissen lassen, dass man die Zulassung für ab Zwölfjährige schon bald beantragen werde. Eine Zulassung noch im Sommer würde einen sicheren Schulstart im Herbst erleichtern. "Wir bereiten uns bereits darauf vor, dass wir in Österreich, sobald eine Verwendung durch die EMA zugelassen ist, auch den rund 340.000 zwölf- bis 15-jährigen Kindern und Jugendlichen ein Impfangebot machen werden können".

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