Corona-Pandemie: Spahn: Für unbeschwerten Sommer muss Inzidenz unter 20 liegen

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn

Gesundheitsminister Jens Spahn ruft dazu auf, Impfdosen der Hersteller Biontech und Pfizer für Schülerinnen und Schüler zu reservieren. "Ein Weg zu regulärem Unterricht nach den Sommerferien ist das Impfen der Jugendlichen", sagte der CDU-Politiker der "Bild am Sonntag". "Weil für sie wegen der Zulassung nur ein bestimmter Impfstoff infrage kommt, müssen dafür genügend Biontech-Dosen reserviert werden". Es müsse jetzt zügig geklärt werden, wo demnächst Kinder ab 12 Jahren geimpft werden sollen, sagte Städtetagspräsident Burkhard Jung den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Generell plädierte er für die Beibehaltung der Zentren, weil unklar sei, wann Arztpraxen und Betriebsärzte die Impfungen vollständig leisten könnten. Bundesweit wurden 1911 Neuinfektionen mit dem Coronavirus gemeldet, wie das Robert Koch-Institut unter Berufung auf die Gesundheitsämter meldete. Zum Vergleich: Vor einer Woche hatte der Wert bei 8500 Ansteckungen gelegen. Allerdings liegt die Zahl an Wochenenden oder nach Feiertagen in der Regel niedriger als im Wochendurchschnitt, weil weniger getestet wird und weniger Testergebnisse übermittelt werden.

Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz bei den Corona-Infektionen ist auf 58,4 Fälle pro 100.000 Einwohner gesunken. Das bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 87 weitere Menschen anstecken. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab; liegt er anhaltend darüber, steigen die Fallzahlen.

Berlin. Jens Spahn stellt weitreichende Lockerungen und einen guten Sommer in Aussicht.

Die Inzidenzwerte in Deutschland sinken an vielen Orten weiter - und wir dürfen uns Hoffnungen auf einen Sommer machen, der deutlich mehr Freiheiten hat als die vergangenen Monate.

Man habe aus dem vergangenen Sommer gelernt, sagte der Minister. "Das sollten wir wieder anstreben", sagte er der "Bild am Sonntag". "Vorsicht und Umsicht gelten weiterhin". Im vergangenen Sommer hätten "Auslandsreisen, häufig Verwandtschaftsbesuche in der Türkei und auf dem Balkan, phasenweise rund 50 Prozent der Neuinfektionen bei uns ausgelöst".

"Mit seinen Spekulationen verbreitet Herr Spahn nur öffentliche Verunsicherung", sagte der stellvertretende FDP-Fraktionsvorsitzende Michael Theurer der "Welt". Spahn kündigte an: "Wir wollen frühzeitig Vereinbarungen etwa mit der Türkei über Tests bei der Ein- und Ausreise abschließen". Aus der Opposition kommt Kritik an Gesundheitsminister Spahn.

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