Schwere Unwetter: Mindestens 21 Tote bei Ultramarathon in China

1 Am Ort des Unglücks suchen Rettungskräfte nach Vermissten

Nach einem Viertel der Strecke passierte es: Hagel und Eisregen überraschte Teilnehmer eines 100-Kilometer-Rennens. Wärmende Decken aus der mitgeführten Notfallausrüstung der Läufer seien einfach weggeweht worden, berichtete Xinhua. "Kommt in die Berge, um die Leute zu retten", schrieb einer in einer Textnachricht. Für einige kam jede Hilfe zu spät.

Da der Lauf teilweise durch unwegsames Gelände führte, habe sich die Suche nach den vom Unwetter erfassten Läufern extrem schwierig gestaltet, so die chinesische Staatsagentur Xinhua. Acht weitere Teilnehmer des Ultra-Marathons in der Provinz Gansu wurden zur Behandlung in umliegende Krankenhäuser gebracht, berichtete das Online-Portal "The Paper". Insgesamt beteiligten sich rund 1200 Helfer an der Suche nach den Läufern. Nur die ersten 24 Kilometer der Laufstrecke seien mit dem Auto befahrbar gewesen. Auch fielen die Temperaturen über Nacht noch einmal weiter. Einige weinten erschüttert und berichteten, erschöpfte Läuferinnen und Läufer auf dem Boden liegen gesehen zu haben. Der Wetterbericht habe keinen starken Rückgang der Temperaturen vorhergesagt.

Auch die Marathonstars Jing Liang und Guanjung Huang unter den Opfern?

Es wurde die Frage gestellt, "ob es wirklich eine Naturkatastrophe oder eine von Menschen verursachte" gewesen sei. Allein die faltbaren Notfalldecken seien verpflichtend gewesen. Während des Ultramarathons in der nordwestlichen Provinz Gansu sei ein Unwetter mit starkem Hagel und Eisregen hereingebrochen, erklärte die Stadtverwaltung von Baiyin am Sonntag. "Als Organisatoren der Veranstaltung fühlen wir uns zutiefst schuldig und machen uns Vorwürfe", sagte Zhang Xuchen, der Bürgermeister von Baiyin, auf einer Pressekonferenz. Alle Vermissten seien gefunden worden. 151 Teilnehmer des Marathons seien in Sicherheit.

Der 100 Kilometer lange Bergmarathon in der malerischen Touristenregion wird zusammen mit zwei kürzeren Cross-Country-Läufen bis 21 Kilometer seit vier Jahren jährlich veranstaltet.

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