Trierer Bischof: Rücktritt von Marx "starkes Zeichen"

Berlin Kardinal Reinhard Marx Erzbischof von München und Freising und damaliger Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz äußert sich bei einer Pressekonferenz zu aktuellen Fragen zur katholischen Kirche. Kardinal Reinhard Ma

"Ich kenne ihn seit 50 Jahren und bin sehr überrascht", sagte Bode, der auch stellvertretender Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz ist, am Freitag der "Neuen Osnabrücker Zeitung".

Der Erzbischof von München und Freising, Kardinal Reinhard Marx, hat Papst Franziskus seinen Rücktritt angeboten.

Im ZDF lobte Bätzing am Freitagabend die Souveränität der Entscheidung von Marx. "Ich glaube, der Punkt dieser Souveränität, der ist in Köln einfach überschritten". 2010 hatte Papst Benedikt XVI. ihn zum Kardinal erhoben. Bätzing, der Bischof von Limburg ist, betonte, dass der katholischen Kirche in Deutschland nur noch tiefgreifende Reformen helfen können. Dafür hätten die Bischöfe zusammen mit den Laien - den Nicht-Klerikern - den Reformprozess Synodaler Weg initiiert.

"Aber es gibt massive Kritik an diesem Weg, und ich habe den Eindruck, manche denken, es wäre mit einigen Schönheitsreparaturen an der Kirche Genüge getan, dann wäre alles wieder gut", sagte Bätzing.

Auch der Mainzer Bischof Peter Kohlgraf teilte mit, er nehme die Entscheidung mit großem Respekt wahr. "Damit habe ich mein Schicksal damals vertrauensvoll in die Hände des Papstes gegeben". Er schließe sich der Bewertung des Kardinals an, dass sexueller Missbrauch im Raum der Kirche systemische Ursachen habe und dass es dabei um ein Versagen der Institution und ihrer Leitungsverantwortlichen gehe. Er habe den Papst in einem Brief vom 21. Mai gebeten, "seinen Verzicht auf das Amt des Erzbischofs von München und Freising anzunehmen und über seine weitere Verwendung zu entscheiden", teilte das Bistum am Freitag mit. Die Kirche sei an einem "toten Punkt" angekommen, hatte der Kardinal vor allem mit Blick auf die Vorwürfe von Missbrauch innerhalb der Kirche und deren - aus Sicht vieler - ungenügende Aufarbeitung erklärt.

Nun habe Franziskus Marx erlaubt, das an ihn gerichtete Schreiben zu veröffentlichtlichen, und ihn beschieden, dass er bis zu einer Entscheidung seinen bischöflichen Dienst weiter ausüben solle. Dieser Schritt sei auch ein Signal an Kölns Kardinal Rainer Maria Woelki und setze diesen "gewaltig unter Druck", sagte ein Sprecher. Protokollarisches ist ja in Kreisen wie der Katholischen Kirche oft wichtiger als Religiöses. "Und ich hoffe, dass wir das auch nicht müssen, selbst wenn er nicht mehr Bischof von München/Freising ist".

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