App statt gelber Impfpass: So kommt ihr an einen digitalen Impfnachweis

Symbolbild

Ab kommendem Montag (14. Juni) soll man sich in vielen Apotheken den digitalen Nachweis einer vollständigen Impfung nachträglich ausstellen lassen können, wie die Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände mitteilte. "Über das wohnortnahe Apothekennetz bringen wir den Impfnachweis am besten zu den Menschen", sagt Thomas Dittrich, Vorsitzender des Deutschen Apothekerverbandes.

Künftig soll man sich den digitalen Nachweis direkt in Praxen oder Impfzentren erstellen lassen und dann per Smartphone nutzen können.

Ärzte und Apotheker erhalten für nachträgliche Zertifikate für Impflinge, die im Impfzentrum oder bei anderen Ärzten, geimpft wurden 18 Euro. Der digitale Impf-Nachweis wird dann über eine App, die kostenfrei zum Download bereitgestellt wird, - z.B. über die CovPass App oder die Corona-Warn-App (CWA) - auf dem Smartphone gesteuert.

Der Start für den digitalen Corona-Impfpass in Deutschland rückt näher. In den App-Stores von Apple und Google wurde die aktuelle Appversion 2.3.2 bereits veröffentlicht. Es kann jedoch einige Stunden dauern, bis das Update für alle Anwenderinnen und Anwender sichtbar ist. Außerdem wird der Impfnachweis auch ausgedruckt auf Papier ausgegeben.

In Deutschland laufen seit Ende Mai in einigen Impfzentren Feldtests mit dem digitalen EU-Nachweis. Um ein Impfzertifikat in der App hinzuzufügen, scannt ihr den QR-Code, den ihr bei der Impfung erhalten habt. Der "CovPass" soll zudem negative Testergebnisse und überstandene Infektionen dokumentieren und so das Reisen innerhalb der EU einfacher machen. Dies soll auch Reisen erleichtern. Nun müssen noch die Mitgliedstaaten dem mit dem Parlament ausgehandelten Kompromiss abschließend zustimmen.

Derzeit erstellen die Mitgliedstaaten auf nationaler Ebene jeweils Lösungen für das Zertifikat, die dann über die EU-Plattform zusammengeschaltet werden. Bei Inhabern des Zertifikats sollen die Mitgliedstaaten von Quarantäne- und Testpflichten absehen, sofern dies die epidemiologische Lage erlaubt. Die anonymisierte Warnung wird ausgelöst, wenn Infizierte nach einem positiven Corona-Test ihren Infektionsstatus in die App eintragen. In einem Brief an die Bundesländer teilte der zuständige Abteilungsleiter für Digitalisierung im Bundesgesundheitsministerium, Gottfried Ludewig, mit, dass das beauftragte Unternehmen IBM den "Impfzertifikatsservice voraussichtlich ab dem 9. Juni 2021 - spätestens im Verlauf dieser Woche - in der Wirkbetriebsumgebung zur Verfügung" stellen wird.

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