Corona: Hamburg will die Maskenpflicht teilweise aufheben

Corona-Pandemie Justizministerin Lambrecht will Maskenpflicht überprüfen. Justizministerin Lambrecht fordert von den Ländern die Verhältnismäßigkeit der Maskenpflicht zu prüfen

Die Maskenpflicht gelte weiterhin "auf Märkten und ähnlichen Verkaufsstellen im Außenbereich", wie es in der Verordnung heißt. Wie das Robert Koch-Institut am Sonntagmorgen unter Berufung auf Angaben der Gesundheitsämter meldete, wurden innerhalb eines Tages 1489 Neuinfektionen sowie 18 Todesfälle in Verbindung mit dem Virus registriert. Ein Vorbild für neue Regeln könnte Dänemark sein.

Auch Justizministerin Christine Lambrecht (SPD) hatte die Bundesländer aufgefordert, die Dauer und Notwendigkeit der Maskenpflicht zu überprüfen. Der FDP-Vize kritisierte unter anderem den Einkauf "untauglicher Masken" durch das Ministerium von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU), die Teststrategie und die Behauptung, die Intensivstationen seien bundesweit wegen der Pandemie an der Belastungsgrenze gewesen - woran nach einem Bericht des Bundesrechnungshofs Zweifel laut geworden sind. "In Regionen mit sehr niedriger Inzidenz und einer hohen Impfquote nach und nach auch drinnen". "Es ist noch nicht absehbar, wie das alles wirkt", sagte Söder, auch mit Blick auf zahlreiche Partys am Wochenende, nicht nur im Umfeld der Fußball-Europameisterschaft. Die Maske sei neben der Impfung eines der wenigen wirksamen Instrumente im Kampf gegen Corona.

Die Bundestagsabgeordnete Hilde Mattheis, Berichterstatterin der SPD-Fraktion für Infektionsschutz, sprach sich ebenfalls gegen eine rasche Aufhebung der Maskenpflicht in Innenräumen aus. Kunden und Händler hätten sich an die Maskenpflicht gewöhnt. Der Staat solle lieber auf Informationskampagnen setzen, um den Leuten nahezubringen, wie sie sich in Ansammlungen und der U-Bahn mit Masken schützen könnten. Eine Idee wie in Dänemark, zwischen stehenden und sitzenden Fahrgästen im Öffentlichen Nahverkehr zu unterschieden, sei allerdings in der Umsetzung nicht praktikabel.

Die Infektionszahlen unter Kinder und Jugendlichen seien noch immer erhöht, auch sei diese Gruppe bisher kaum geimpft, sagte Verbandspräsident Heinz-Peter Meidinger. Das sorgt für Rufe nach Lockerungen - sogar bei der Maskenpflicht. Hauptgeschäftsführer Gerd Landsberg sagte dem "Handelsblatt": "In Innenräumen, beim Einkaufen und in öffentlichen Verkehrsmitteln sollte die Maskenpflicht aber zunächst einmal bestehen bleiben".

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