Hardliner Raisi gewinnt Präsidentschaftswahl im Iran mit 62 Prozent

Ebrahim Raisi wird voraussichtlich der neue Präsident des Iran

Raisi hatte bei der Wahl am Freitag nach offiziellen Angaben knapp 62 Prozent der Stimmen erhalten.

Die USA haben den Ablauf der Präsidentschaftswahl im Iran kritisiert. 28,6 Millionen Stimmen wurden demnach insgesamt abgegeben. Vor fünf Jahren war Raisi bei der Präsidentenwahl klar dem reformorientierten Amtsinhaber Hassan Rouhani unterlegen, der nach zwei Amtszeiten nicht neuerlich antreten durfte. Die Vereidigung des neuen Präsidenten ist für August geplant. Es wurde jedoch mit einer niedrigen Beteiligung gerechnet. Es war die erste Reaktion aus Washington auf den Wahlsieg des ultrakonservativen Kandidaten Ebrahim Raisi. Den Namen des Wahlsiegers hatte er jedoch nicht genannt. Dafür sorgte auch der sogenannte Wächterrat, der als Wahlgremium ernsthafte Konkurrenten vor dem Urnengang aussortierte. Der erzkonservative Kleriker Raeissi war der Topfavorit. Dies führte auch in den eigenen Reihen zu heftigen Protesten - und zu großem Desinteresse der Menschen an einer Wahl, die weithin als inszeniert und undemokratisch wahrgenommen wurde. Als langjähriger Staatsanwalt, Richter und seit 2019 Justizchef hat er politisch wenig Erfahrung. Er kündigte aber zugleich an, die USA würden die Verhandlungen über das iranische Atomprogramm an der Seite ihrer Verbündeten und Partner fortsetzen. Der Iran wiederum macht die Aufhebung von US-Strafmaßnahmen zur Vorbedingung.

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