Corona in Baden-Württemberg: Delta-Variante breitet sich weiter rasant aus

Die Delta Variant des Coronavirus könnte auch in Deutschland bald vorherrschend sein

Nachmeldungen der Gesundheitsämter sind möglich.

Regierungschef Bouffier schließt trotz der insgesamt positiven Entwicklung wegen der sich auch in Deutschland ausbreitenden Delta-Variante des Coronavirus jedoch eine Rückkehr zu Kontaktbeschränkungen nicht aus. 77 weitere Menschen starben im Zusammenhang mit dem Virus. Er räumte ein, dass für viele Menschen der Urlaub nach den Belastungen der vergangenen Monate wichtig für das seelische Gleichgewicht sei. Deshalb hält der Leiter des Corona-Lagezentrums, Oliver Hänsel, die Einhaltung der Hygienevorschriften weiter für notwendig.

Auch in Bünde im Kreis Herford ist bei einer 72jährigen Frau die Delta-Variante des Coronavirus nachgewiesen worden. Reinhardt schloss sich den Prognosen der meisten Experten an, dass die Delta-Variante sich mittelfristig auch hierzulande gegen die Alpha-Mutante durchsetzen wird. Das RKI geht davon aus, dass Infektionen mit der Delta-Variante zu schwereren Krankheitsverläufen führen könnten. Er riet dazu, dass alle Erwachsenen deswegen die Impfangebote wahrnehmen und auch fristgerecht die notwendigen Zweitimpfungen vornehmen lassen sollten. Darin sind noch nicht einmal Zahlen enthalten, die nicht ganz sicher der Delta-Variante zugeordnet werden können. Die zuerst in Indien entdeckte Mutation ist deutlich ansteckender, als die derzeit in Deutschland vorherrschende Alpha-Variante (ehemals "britische Mutation"). "Anhand der bisherigen, noch unsicheren Daten bräuchte man wohl rund 85 Prozent immune Menschen in der Bevölkerung, um die Ungeimpften indirekt mit zu schützen", sagte Watzl der Deutschen Presse-Agentur.

Damit komme man "in Bereiche, die schwer zu erreichen sind, solange es für Kinder unter 12 Jahren keinen zugelassenen Impfstoff und für alle unter 18 Jahren keine allgemeine Impfempfehlung gibt. Es kann sein, dass Herdenimmunität nur für einzelne Einrichtungen wie Pflegeheime erreicht werden kann, aber nicht für das Gros der Bevölkerung", sagte Watzl. "Die Hoffnung ist, dass es dann nur noch zu kleineren Ausbrüchen kommt, die keine Lockdown-Maßnahmen mehr erfordern". "Die gute Nachricht ist: Jeder, der vollständig geimpft ist, ist auch vor Delta geschützt", sagte Watzl.

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